…mit dem Fahrrad zu sehenswerten Landschaften und Highlights wie Runkel, Limburg, Weilburg oder Wetzlar:
Die Lahn zeigt sich an diesem Morgen von ihrer sanften und ruhigen Seite als ich in Runkel starte. Die mächtige Burg über der Lahn wirkt wie ein stiller Wächter, während unten das Rad leise über den noch feuchten Asphalt rollt. Kaum Verkehr, nur das gleichmäßige Surren der Reifen und das Zwitschern der Vögel begleiten mich. Ein wunderbarer Anblick, ich kehre später am Abend noch einmal zurück.
Der Weg schlängelt sich gemütlich am Fluss entlang Richtung Villmar mit der Sehenswerten Kirche, wo sich die Landschaft plötzlich öffnet.
Weiter geht’s nach Weilburg, dessen barockes Schloss hoch über der Lahn thront. Die Altstadt wirkt fast wie aus der Zeit gefallen, mit ihren verwinkelten Gassen und kleinen Cafés. Ich gönne mir einen schnellen Kaffee – nicht nur wegen des Koffeins, sondern auch, um den Blick auf das Lahntal noch ein wenig länger zu genießen.
Ein kleines Abenteuer folgt kurz hinter Weilburg: der Schiffstunnel. Statt eines langen Umwegs verschwindet die Lahn hier einfach im Berg – ein kurioser Anblick, der diese Tour besonders macht. Leider nicht sehr fotogen, und für Radfahrer geht es natürlich außen herum, aber allein das Wissen darum macht den Abschnitt einzigartig.
Hinter Wetzlar wird die Tour etwas lebendiger. Die Stadt empfängt mich mit einer Mischung aus Fachwerk, Geschichte und einem Hauch Industrie. Der Dom wirkt gleichzeitig unvollendet und beeindruckend – ein perfekter Ort für eine kurze Pause im Schatten.
Ein Abstecher führt mich hinauf zur Burg Braunfels. Der Anstieg hat es in sich, aber oben wartet eine fast märchenhafte Kulisse. Türme, Zinnen und ein weiter Blick über das Umland – der kleine Umweg lohnt sich. Der Wind ist hier oben stärker, fast so, als wolle er die Anstrengung sofort wieder aus den Beinen ziehen.
Die letzte Etappe Richtung Limburg fühlt sich entspannt an. Die Lahn glitzert in der Nachmittagssonne, und der Radweg läuft jetzt wie von selbst. In Limburg angekommen, zieht der Dom sofort alle Blicke auf sich. Hoch über der Altstadt thront er, während unten das Leben pulsiert – Eisdielen, Kopfsteinpflaster, Stimmengewirr.
Ich schiebe das Rad durch die engen Gassen, lasse den Tag Revue passieren und merke, wie sich dieses Gefühl breitmacht, das nur solche Touren auslösen: ein bisschen müde, aber vollkommen zufrieden. Die Lahn hat sich nicht aufgedrängt – sie war einfach da, ruhig, beständig und genau richtig für eine Reise auf zwei Rädern.






























